Kündigung, was nun?

Fotolia_62420717_XS_copyright.jpgDer Schock, wenn man von seinem Arbeitgeber eine Kündigung bekommt, ohne darauf vorbereitet zu sein. Egal ob gerechtfertigt oder nicht, man darf nicht untätig bleiben und erst einmal abwarten. Will mal Geld von der Bundesagentur für Arbeit bekommen, ist es dringend nötig alle Fristen einzuhalten. Die Experten der ARAG betonen, schnell zu reagieren ist sehr wichtig.

Schnellstmöglich arbeitssuchend melden

Das Gesetz sagt, das man sich spätestens 3 Monate vor Ende des Arbeitsverhältnisses, bei der Agentur für Arbeit melden muss. Ist aber die Kündigungsfrist kürzer, muss dies innerhalb 3 Tagen nach Erhalt der Kündigung geschehen. Meldet man sich zu spät, muss man mit einer Sperrzeit rechnen, die in der Regel 1 Woche beträgt. Dafür muss man nicht persönlich in der zuständigen Agentur für Arbeit erscheinen, sondern kann dies auch per Telefon oder online auf der Homepage der Arbeitsagentur erledigen. In den Tagen danach erhält man dann von der örtlich zuständigen Agentur einen Termin zur persönlichen Beratung, zu dem Sie Ihre Bewerbungsunterlagen mitbringen müssen. Oder man fordert sie zuerst auf die Unterlagen und einen Fragebogen vorab einzusenden.

Und wie bekommt man Arbeitslosengeld?

Meist bekommt man den Antragsvordruck per Post zugesandt. Diesen sollte man schnellstmöglich so gut wie möglich ausfüllen. Es gibt diverse Zusatzblätter für privat Krankenversicherte, oder wenn man in den vergangenen Jahren Elternzeit genommen hat. Nur unter bestimmten Voraussetzungen werden diese Beiträge, dann allerdings begrenzt, von der Arbeitsagentur übernommen.

Zum Ersttermin muss man seinen Personalausweis, sowie die Lohnsteuerkarte, das Kündigungsschreiben und einen Gehaltsnachweis mitbringen. Außerdem ist der Arbeitgeber verpflichtet eine Arbeitsbescheinigung auszufüllen. Diesen Vordruck bekommt man auch von der Agentur.

Das bedeutet Beschäftigungslos und verfügbar sein

Bis zu 15 Stunden pro Woche darf man einer selbständigen oder angestellten Tätigkeit nachgehen. Die übrige Zeit muss man beschäftigungslos sein und der Arbeitsagentur zur Verfügung stehen. Jegliche Aufnahme einer Beschäftigung muss der Arbeitsagentur gemeldet werden. Diese entscheidet dann ob und in welcher Höhe dieses Nebeneinkommen auf das Arbeitslosengeld angerechnet wird. Über einen Urlaub und einen Umzug muss die Agentur immer und sofort informiert werden. Man ist nämlich verpflichtet jederzeit zu erreichbar sein, so das man mindestens 3 x die Woche den Briefkasten leeren kann. Auch über eine Krankheit mit Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss man melden. Denn in dieser Zeit wäre die Krankenkasse für die Zahlungen zuständig.

Die Eingliederungsvereinbarung

In der Eingliederungsvereinbarung wird vom zuständigen Arbeitsvermittler festgelegt, welche Maßnahmen man selbst treffen muss schnellstmöglich wieder  einen Job zu bekommen. Meist steht dort wieviel Bewerbungen man im Monat schreiben muss, dass man selbst  Stellenanzeigen in der Zeitung oder im Internet anschaut, man den Termin zu einem Vorstellungsgespräch wahrnimmt. Zum Nachweis sollte man all diese Dinge dokumentieren. Die Eingliederungsvereinbarung muss unterschrieben werden, kommt man den aufgeführten Pflichten nicht nach, droht eine Sperrzeit der Zahlung vom Arbeitslosengeld.

Quelle: ARAG