Hochwasser Versicherung

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Eine Hochwasser Versicherung fällt unter Elementarschadenversicherung. Generell unterscheiden die Versicherer zwischen vier Gefährdungsstufen für Hochwasser: In der Klasse 1 kommt es statistisch gesehen seltener als einmal in 200 Jahren zu einem Hochwasser, in der Klasse 2 einmal in 50 bis 200 Jahren, in der Klasse 3 einmal in 10 bis 50 Jahren und in der Klasse 4 einmal in 10 Jahren. Einige Gebiete an Rhein, Donau und Elbe zählen zur Klasse 4, Hausbesitzer haben es dort oft schwer, überhaupt einen Versicherer zu finden, wenn doch, können die Policen sehr teuer sein.

Die durch Überschwemmung entstehenden Schäden sind oft unverhältnismäßig hoch und wird nicht durch die übliche Hausrat-oder Gebäudeversicherung abgedeckt, die nur gegen Brand, Blitzschlag und Explosion versichert. Eine Ausnahme bilden Verträge der Staatlichen Versicherung der DDR, die Elementarschäden bis heute mit einschließen. Da sich der Klimawandel offensichtlich fortsetzt und ungewöhnliche Ereignisse wie Starkregen und Hochwasser zunehmen (offizielle, staatliche Schätzungen gehen von einer Verzehnfachung in den nächsten 20 - 30 Jahren aus), ist der Abschluss einer Hochwasser Versicherung unabdingbar.

Die Hochwasser Versicherung ist in der Regel mit einer Selbstbeteiligung von 1%, max. 5000,- € versehen. Sie ist Bestandteil der Elementarschadenversicherung, die auch Erdrutsche, Lawinen, Erdbeben und Schneedruck mit einschließt. Im Bereich Wasser sind Hochwasser, Rückstau und Starkniederschläge versichert. Genauer definiert sind Hochwasser und Rückstau mit Ausuferung stehender und fließender Gewässer, auch mit dem bestimmungswidrigen Eindringen von Wasser durch das Rohrsystem des Hauses.

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